Die Wasserballer des HSC Hellas-1899 haben sich im Duell mit dem Spitzenreiter der Gruppe B der U18-Bundesliga gut behauptet, dennoch waren sie beim 7:18 (2:3, 1:4, 2:3, 2:8) gegen ASC Duisburg am Ende chancenlos. „Wir haben drei Viertel gut mitgespielt und uns nur am Ende leider etwas hängen lassen“, sagt Trainer Dirk Schütze. Dass es sehr schwierig werden dürfte, war ihm schon vor dem Anpfiff klar. Die Hildesheimer waren nicht nur als Außenseiter, sondern auch mit einer großen Hypothek ins Match gegangen. Gleich zwei zentrale Akteure fehlten dem Team. Nach Abwehrchef Carl Warsewa meldete sich kurzfristig auch Kapitän Laurin Göhres ab. Er fällt wegen eines Handbruchs für den Rest der Saison aus. Bitter für das Team, denn er bildet normalerweise den Dreh- und Angelpunkt im Angriffsspiel der Hellenen.
Für ihn rückte der bisherige Keeper Nils Feldmann ins Feld, erfüllte zusammen mit Philip Paprotny die Aufgabe in der Centerposition prima, allerdings ohne die permanente Gefahr eines Laurin Göhres ausstrahlen zu können. Den Job zwischen den Pfosten übernahm Julius Zimmermann, der nicht nur einen Fünf-Meter-Strafwurf hielt, sondern die ganze Zeit über ein herausragender Rückhalt war und zum besten Hildesheimer avancierte. Dank seiner Paraden hielt der HSC dem Angriffsdruck der schnellen Gäste lange stand, erst im dritten Abschnitt konnte sich der Tabellenführer vorentscheidend absetzen.
Als mit Niklas Schwab und Maximilian Sukop noch zwei Stammspieler mit drei persönlichen Fehlern nicht mehr eingesetzt werden durften, fiel im Schlussviertel die Klappe für die Hausherren, die sich durch Fehlpässe und Ballverluste in vier Minuten fünf Gegentreffer einhandelten. „Das hat den guten Eindruck etwas verhagelt“, findet Dirk Schütze. Nächsten Sonntag kommt es an der Wedau direkt zum Rückspiel. Da wollen die Hellenen länger Paroli bieten, denn zumindest Centerverteidiger Carl Warsewa ist wieder mit dabei.
Hellas-99: Julius Zimmermann (im Tor); Justus Schlüter, Keith Meier (1), Stig Telle (1), Vincent Simchen, Philip Paprotny, Maximilian Sukop, Niklas Schwab (3), Nils Feldmann (1), Valentino Abriata, Benno Weiterer (1), Simon Tesovic.

