Drucken

Die Wasserballer des HSC Hellas-1899 konnten ihren Husarenstreich gegen Tabellenführer Poseidon Hamburg in der zweiten Bundesliga Nord nicht wiederholen. Mit 10:15 (3:3, 4:5, 1:3, 2:4) unterlagen die Hildesheimer auswärts, hielten aber mehr als drei Viertel gut mit.

Der Sieg der Hamburger, die vor drei Wochen im Wasserparadies die ersten Punkte verloren hatten, geht auch für HSC-Trainer Dragan Dobric in Ordnung, nur waren es in seinen Augen zwei oder drei Tore zu viel. Denn so groß war der Unterschied zwischen beiden Teams nicht. „Wir waren mit zehn Leuten einfach zu dünn besetzt“, erklärt Dragan Dobric, der selber im Freibad am Olloweg mit ins Wasser stieg.
Obwohl es auf dem großen Spielfeld gut zur Sache ging und die Zweikämpfe viel Kraft kosteten, blieben die Hellenen lange Zeit gleichauf, lagen anfangs sogar in Führung. Aber Poseidon agierte geschickt, hatte mit dem viermal erfolgreichen Linkshänder Hannes Glaser und Center Sven Bach (fünf Tore) zwei sehr starke Akteure in seinen Reihen.
Auf der Hildesheimer Seite zeigte sich Noah Schütze wieder von der besten Seite, traf viermal und ackerte im Sturmzentrum für sein Team, das bis Anfang des vierten Viertels noch auf 10:11 dran war. Tobias Höhler hatte den Ball in Überzahl mit voller Wucht in die Maschen gejagt. Doch die Partie kippt nicht mehr. Im Gegenzug und dem Folgeangriff kassierte der Hellas-99 einen Doppelschlag, lag mit 10:13 hinten und knallte dann einen Fünf-Meter-Strafwurf an die Latte. Es war die entscheidende Szene in der Schlussphase. „Vielleicht hätten wir uns noch mal aufgebäumt“, mutmaßt Dragan Dobic. Aber so bekam Poseidon auch mental einen Schub und brachte die beiden Zähler sicher ins Ziel.
Hellas-99: Marcel Wiegand (im Tor); Caspar Schütze, Florian Weiter (1 Treffer), Dragan Dobric (1), Noah Schütze (4); Cilian Schäfer, Steven Brager (2), Julius Witte, Tobias Höhler (1), Jan Heinemann (1).

Bild: Starker Auftritt in Hamburg: Hellas-99-Wasserballer Tobias Höhler erzielte einen Treffer.